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KI-Compliance-Check: Welche Pflichten gelten für Ihre KI?

Der EU AI Act teilt künstliche Intelligenz in Risikoklassen ein — von verbotenen Praktiken über Hochrisiko-Anwendungen bis zu Systemen mit geringem Risiko. Die Schulungspflicht nach Artikel 4 gilt seit Februar 2025 für jedes Unternehmen, das KI einsetzt. Der Check zeigt, wo Sie stehen.

Was der Check klärt

  • Sind Sie Anbieter oder Betreiber?
  • In welche Risikoklasse fallen Ihre Systeme?
  • Greift die Schulungspflicht nach Art. 4?
  • Brauchen Sie eine KI-Richtlinie?
  • Welche Transparenzpflichten bestehen gegenüber Kunden?

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Welche KI-Pflichten treffen uns?

Sechs Fragen, sofort ein Ergebnis. Der Check ersetzt keine Rechtsberatung — er ordnet Ihren KI-Einsatz nach den Kriterien der KI-Verordnung ein.

Frage 1/6

Wird in Ihrem Unternehmen KI eingesetzt?

Auch dann, wenn es niemand offiziell eingeführt hat. ChatGPT, Copilot oder DeepL im Arbeitsalltag zählen.

Die vier Risikoklassen des EU AI Act

Die Verordnung reguliert nicht die Technik, sondern den Zweck. Dasselbe Sprachmodell kann in einer Anwendung unkritisch und in der nächsten hochriskant sein.

Klasse Beispiele Was gefordert ist
Verboten Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, biometrische Kategorisierung nach sensiblen Merkmalen, manipulative Systeme Einsatz untersagt — seit Februar 2025
Hochrisiko Bewerberauswahl, Leistungsbewertung, Kreditwürdigkeit, Sicherheitsbauteile in Produkten, kritische Infrastruktur Risikomanagement, Datenqualität, technische Dokumentation, menschliche Aufsicht, Protokollierung, Konformitätsbewertung
Begrenztes Risiko Chatbots, Bild- und Textgeneratoren, Deepfakes Transparenz: Nutzer müssen erkennen, dass sie mit KI interagieren; KI-Inhalte sind zu kennzeichnen
Minimales Risiko Rechtschreibhilfe, Spamfilter, interne Recherche Keine besonderen Pflichten — die Schulungspflicht nach Art. 4 gilt trotzdem

Die Schulungspflicht trifft jeden

Artikel 4 verlangt von Anbietern und Betreibern, dass ihr Personal über ausreichende KI-Kompetenz verfügt. Das gilt ohne Schwellenwert, also auch für den Handwerksbetrieb mit fünf Beschäftigten, sobald dort KI genutzt wird. Verlangt wird kein Zertifikat, aber ein nachvollziehbarer Nachweis: Was wurde vermittelt, an wen, wann.

Häufige Fragen zum EU AI Act

Gilt der EU AI Act auch für kleine Unternehmen?

Ja. Anders als bei NIS-2 gibt es keine Schwellenwerte nach Mitarbeiterzahl oder Umsatz. Entscheidend ist, ob und wofür KI eingesetzt wird. Die Schulungspflicht nach Artikel 4 gilt seit Februar 2025 für alle Betreiber und Anbieter.

Wir nutzen nur ChatGPT. Sind wir betroffen?

Ja, als Betreiber. In der Regel fällt das unter geringes oder begrenztes Risiko. Die Schulungspflicht greift trotzdem, und aus dem Datenschutz kommen weitere Anforderungen: Welche Daten dürfen in das Werkzeug, wer gibt Ergebnisse frei, wie ist die Auftragsverarbeitung geregelt.

Was bedeutet Hochrisiko konkret?

Hochrisiko-Systeme brauchen ein Risikomanagementsystem, dokumentierte Datenqualität, technische Dokumentation, Protokollierung, menschliche Aufsicht und eine Konformitätsbewertung vor dem Einsatz. Für Betreiber kommen Überwachungs- und Informationspflichten hinzu. Das ist kein Nachmittagsprojekt.

Ab wann gilt was?

Die verbotenen Praktiken und die Schulungspflicht gelten seit Februar 2025. Die Pflichten für Allzweck-KI-Modelle folgten im August 2025. Für Hochrisiko-Systeme laufen gestaffelte Übergangsfristen bis 2027. Wer heute ein System einführt, sollte die Einstufung vorher klären.

Brauchen wir einen KI-Beauftragten?

Die Verordnung schreibt keine benannte Rolle vor. In der Praxis braucht es sie trotzdem: jemanden, der den Überblick über eingesetzte Systeme behält, neue Werkzeuge bewertet und Ansprechpartner für Belegschaft und Geschäftsführung ist. Wir übernehmen diese Rolle extern.

Wie hängen AI Act und DSGVO zusammen?

Sie gelten nebeneinander. Verarbeitet ein KI-System personenbezogene Daten, braucht es weiterhin eine Rechtsgrundlage, Transparenz gegenüber Betroffenen und oft eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Der AI Act ergänzt das um produktsicherheitsrechtliche Anforderungen.

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